Schröpfen

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Das Schröpfen ist eine klassische naturheilkundliche Methode und zudem eine häufig rasch wirkende Behandlungsmethode. Jedes Hautsegment – die Haut wird entsprechend der Austrittshöhe der Nerven aus der Wirbelsäule in bestimmte Zonen unterteilt – hat aus naturheilkundlicher Sicht eine Beziehung zu bestimmten Organen im Körper, die von demselben "Ursprungsnerv" versorgt werden. Auf diesem Wege kann man, wie wir beobachtet haben, über die Behandlung der Haut mit den Schröpfgläsern oftmals auch Störungen innerer Organe beeinflussen und durch die Durchblutungsanregung, die Entzündungshemmung und den verbesserten Stoffwechsel zur Entlastung und Gesundung derselben beitragen. Das Schröpfen wird auch als Umstimmungstherapie genutzt, d.h. es wird mit den Schröpfgläsern ein Reiz gesetzt, um nach unserer Auffassung die Abwehrkräfte des Körpers zu steigern. Durch den Unterdruck des aufgesetzten Glases kommt es im Gewebe zur Bildung eines Hämatoms (Blutergusses), dessen Abbau mehrere Tage in Anspruch nimmt, in denen der Körper aktiv an der "Beseitigung" mitarbeiten muss (ähnlich der Eigenbluttherapie), wodurch die körpereigenen Heilkräfte mobilisiert und gestärkt werden sollen.
Bei der Schröpfkopfmassage wird ein Schröpfkopf auf der eingeölten Haut über die zu behandelnde Fläche geschoben. Diese Massage ist sehr tiefgreifend und es kommt zu einer Lockerung und guten Durchblutung des Gewebes, was sich in einer angenehmen Wärme und einer Verminderung der evtl. vorhandenen Schmerzen ausdrückt.

Eine Anerkennung der Schröpfkopftherapie durch die Schulmedizin ist kaum gegeben, weil hier die Vorstellungen über die Entstehung und des Wesen der Krankheitsbilder zu sehr auseinanderklaffen. Dies gilt auch für die Umstimmungstherapie, obwohl neuere Ergebnisse der Immunologie nachdenklich stimmen.